Ein Jahr in der Kita Paula Heck

Eben hat er angefangen, plötzlich ist er schon vorbei.
Wieder ist ein Tag vergangen, Hokuspokus, Zauberei!
Frantz Wittkamp

Die Zeit vergeht. Es scheint, als flögen die Tage dahin! Auf der Runde durchs Jahr, liegt bereits die erste Hälfte schon wieder hinter uns… War es nicht erst Januar? Blicken wir zurück und dröseln sie auf, die Zeit, dann erleben wir es wieder, das Phänomen, des relativen Zeitgefühls. In der Rückschau auf die Etappen, die wir nach und nach erreicht haben, stellen wir fest, dass sich die Zeit, die so flüchtig schien, wieder ausdehnt.

Im Januar ergänzte die biblische Geschichte der 3 Weisen und die Flucht nach Ägypten unseren Erzählzyklus rund um die Weihnachtsgeschichte. Nach einem kleinen Blick auf die Kindheit von Jesus und seinen Ausflug nach Jerusalem, folgte die Fastenzeit, in die wir traditionell mit dem Aschermittwoch starten, indem wir Faschingsgirlanden verbrennen und nach der trubeligen Faschingszeit eine stillere Zeit einläuteten, die unsere Kinder einlädt, an Entspannungsorten bewusst Ruhe zu suchen. Zeitgleich eröffneten wir einen neuen Erzählzyklus rund um die Passionszeit mit dem abschließenden Osterfest.

Weitere Geschichten folgten mit dem Gang nach Emmaus, Christi Himmelfahrt und Pfingsten, dem Geburtstagsfest der Kirche, für das unsere Schlaufüchse eigens zwei Kuchen gebacken hatten. Alle diese Etappen erzählen vom Leben mit dem Kirchenjahr.

Unsere Faschingszeit, die Verabschiedung von unseren Kindergartenmaskottchen Joschi und Lilly, die eine Reise in ferne Länder angetreten haben und uns mit Briefen über ihre Erlebnisse informierten, das Feuerprojekt, das im Frühjahr seine Fortsetzung fand, eine Brandschutzübung mit „echtem“ Alarm, der Besuch des Turnzentrums im Rahmen der KiB (Kinder in Bewegung), die Vorbereitungen des MaPaTags (unsere Kreation: eine Verschmelzung aus Muttertag und Vatertag), ein Ausflug auf den UniPlatz zur Teddybärenklinik und einer besonderen Lesung zu den Abenteuern des Hundes Jascha, zu der wir in die Stadtbücherei ein geladen waren, gehörten zu den weiteren Stationen des ersten halben Jahres.

Auf dem Weg durchs Jahr hatten fleißige Eltern unter der Regie des sehr engagierten Elternbeirats einen Stand auf dem Ostermarkt, um wieder etwas Geld für den Kindergarten zu erwirtschaften. Das Kerzenfärben kam bei den Rohrbacher Kindern gut an. Mit einem ein Teil der Einnahmen unterstützt uns der Elternbeirat, wenn wir im Sommer die „Blinklichter“ finanzieren wollen, deren Gastspiele inzwischen zur Tradition geworden sind.

Außerdem engagierten sich unsere Eltern wieder bei der Gestaltung unseres Gartens. Im letzten Projekt haben wir auf diese Weise eine neue „Aufbewahrungsmöglichkeit“ für unsere Sandsachen erhalten, die mit großer Professionalität von einem Vater zusammengebaut wurde und nun noch an ihren endgültigen Standort gebracht werden muss, sobald wir diesen vorbereitet haben. An dieser Stelle möchte ich im Namen des gesamten Teams ein riesiges Dankeschön an die Eltern/ beirät:innen aussprechen! Wir freuen uns, dass wir so aktive Eltern haben! Unser Garten hat so in den letzten Jahren viele neue Attraktionen erhalten! Das finden wir einfach super!

Mit dem Unterrichtsbesuch in der Eichendorffschule und der bevorstehenden SchulhausRallye sind wir inzwischen im Juni angekommen. Wir befassten uns bereits mit der Planung des Sommerfestes und der Verabschiedung unserer Schlaufüchse, die im September zur Schule gehen werden.

Ein besonderes Highlight war der Besuch der Feuerwache in Rohrbach, wenngleich aufgrund der Pfingstferien leider nicht alle unsere Vorschulkinder teilnehmen konnten. Dafür wurden unsere Schlaufüchse von ein paar künftigen Vorschulkindern, zu deren großer Freude, begleitet. Wie stellten auch erneut fest, dass Feuer einfach eine riesige Faszination auf Kinder ausübt und wir staunen, wie gut sie sich alle Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Feuer merken können. Die kleine Prüfung, die am Ende des Feuerprojektes abgenommen wurde, absolvierten alle Vorschulkinder mit Bravour. Eine Projektmappe mit einer Sammlung aus Expertenwissen und Experimenten wird ihnen als Erinnerung an die gemeinsame Zeit schon vor dem offiziellen Abschied übergeben.

Am Tag des Besuchs der Feuerwache erfuhren die Kinder auch von der durchdringenden Kraft des Wassers. Auf dem Heimweg begann es nämlich in Strömen zu regnen, so dass sich die ganze Schar zunächst unterstellen musste. Irgendwann aber wurde klar: “drüber können wir nicht, darunter können wir nicht, oh nein, wir müssen mitten rein…!“ Das Mittagessen wartete. Und der Hunger rief. Zurück im Kindergarten mussten die Kinder erst mal raus aus den nassen Klamotten und ihre Haare trocken rubbeln… Und das war im Nachhinein die Geschichte, die beim Abholen als allererstes den Eltern erzählt werden musste.

So spülte der Regen fürs Erste die Eindrücke rund ums Feuer hinweg…Irgendwie passt das ja auch ins Bild! Aber dennoch konnte man die Feuerwehr wieder ins Spiel bringen. Immerhin ist sie schließlich auch – wie wir in den letzten Wochen eindrücklich gesehen haben – bei Hochwasser an Ort und Stelle.

Wenn der Juni vorüber ist, dann nimmt das Jahr nochmals rasant an Tempo auf. Die Zeit bis zu den Sommerferien ist prall gefüllt mit unserem Walderlebnistag, dem Schlaufuchsausflug mit Waldandacht und anschließendem Sommerfest, an dem die Schlaufüchse fieberhaft auf ihren „Rauswurf“ warten, dem, wie in jedem Jahr, eine weiche Landung in unserer bunten Kissenlandschaft und eine feierliche Segnung folgt.

Zu guter Letzt freuen wir uns noch auf einen, inzwischen alten Bekannten, der uns mit seinen liebevoll gestalteten Handpuppen einen Besuch abstatten wird. Mit dem Gastspiel „Immer dieser Michel“ der „Blinklichter“ beschließen wir das Kindergartenjahr und freuen uns mit den Kindern auf ein paar ausgelassene Wochen Sommerferien.

Ende August öffnen wir dann wieder die Pforten und starten in die neue Runde – mit 15 neuen Kindern, die wir im 14-Tage-Rhythmus eingewöhnen…