Gewaltfreie Kommunikation

Eine kleine Gruppe trifft sich einmal im Monat für zwei Stunden, um die Theorie der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg mit Leben zu füllen. Die Übungsgruppe, die sich im Treffpunkt Kirche trifft, erlebte eine inspirierende und bereichernde Zeit, die tiefere Einblicke und Erfahrungen in verschiedene zentrale Themen der GFK ermöglichte. Unter der Leitung von Larissa Schellenberger widmete sich die Gruppe unter anderem der Herausforderung, die oft konfliktgeladene Wolfssprache in die einfühlsame Giraffensprache zu übersetzen. Dabei lernten wir, wie wichtig es ist, mit Empathie und Verständnis auf unsere Gesprächspartner zuzugehen und unsere eigenen Bedürfnisse klar und gewaltfrei auszudrücken. Jedoch ist dies erst möglich, wenn wir bei uns selbst ankommen und spüren, was in uns lebendig ist. Daher waren die Runden geprägt von Phasen der Stille und bei sich ankommen in Abwechslung mit Phasen der Interaktion.

Ein besonderer Inhalt war die Auseinandersetzung mit dem Thema Trauern. Wir erfuhren, wie wertvoll es ist, Trauer als natürlichen und wichtigen Teil des Lebens anzuerkennen, sich mit den Gefühlen und Bedürfnissen zu verbinden und die daraus entstehende Energie zu nutzen. Die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation unterstützt uns dabei, diesen Prozess mit Mitgefühl für uns selbst und andere zu gestalten.

Ein zentrales Element der GFK ist die Auseinandersetzung mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen. In verschiedenen Übungen lernten wir, unsere Gefühle zu erkennen und zu benennen und unsere dahinterliegenden Bedürfnisse zu verstehen. Diese Selbsterkenntnis ist der Schlüssel zu einer authentischen und ehrlichen Kommunikation, die Verbindung schafft, statt zu trennen. Dabei untersuchten wir auch den Unterschied zwischen echten Gefühlen und Pseudogefühlen, die oft durch Gedanken und Urteile maskiert werden. Diese Unterscheidung hilft uns, klarer zu kommunizieren und Missverständnisse zu vermeiden.

Wir führten zudem spezielle Zuhörübungen durch, bei denen wir uns auf das aktive und einfühlsame Zuhören konzentrierten. Diese Übungen stärkten unsere Fähigkeit, wirklich präsent zu sein und unserem Gegenüber das Gefühl zu geben, gehört und verstanden zu werden. Dies fördert nicht nur die Verbindung, sondern auch das Vertrauen innerhalb der Gruppe.

Schließlich beschäftigten wir uns mit den vier Ohren der Gewaltfreien Kommunikation, die uns helfen, Aussagen unseres Gegenübers auf unterschiedliche Weisen zu hören. Die Erkenntnisse hierbei waren, dass mit den Wolfsohren Äußerungen unter dem Fokus Schuld und Scham gehört werden, wohingegen mit den Giraffenohren eine Übersetzung in die Bedürfnisse und Gefühle, die sich hinter einer Aussage verstecken, möglich werden. Diese differenzierte Unterscheidung und Übersetzung ermöglicht es uns aufeinander zuzubewegen und auf einer tieferen Ebene in den Dialog zu treten.

Insgesamt war die Übungsgruppe eine wertvolle Erfahrung, die uns half, unser Kommunikationsverhalten zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Wir freuen uns schon auf die nächsten Treffen und darauf, die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation weiter in unserem Alltag zu integrieren. Die nächsten Treffen finden montags an folgenden Terminen statt:

  • 14.10.
  • 11.11.
  • 25.11.
  • 9.12.

Das Treffen findet jeweils von 19:00 bis 21:00 Uhr im Treffpunkt Kirche, Karlsruher Str. 90 statt. Neue Personen sind herzlich eingeladen. Voraussetzung für die Teilnahme sind bereits vorhandene Grundkenntnisse der Gewaltfreien Kommunikation und eine schriftliche Anmeldung. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne direkt bei Larissa Schellenberger.

Kontakt und Anmeldung: Larissa@schellenberger.de