Grünes Licht für Aufnahme
Seit Wochen sehen wir Bilder, die verstören und beschämen. Menschen, junge und alte, Kinder und sogar Babys harren an der Grenze zwischen Polen und Belarus unter unmenschlichen Bedingungen aus. Viele von ihnen stammen aus Afghanistan und Syrien und wurden mit falschen Versprechungen vom Diktator Lukaschenko an die Grenze gelockt. Es handelt sich um ein paar tausend Menschen, die von der europäischen Staatengemeinschaft, die mehrere Hundertmillionen Menschen umfasst, als Bedrohung bezeichnet werden. Alleingelassen sind sie der Kälte, der Nässe, Hunger und Krankheiten nahezu schutzlos ausgeliefert. Viele Anwohner*innen des Grenzgebiets sind fassungslos über das, was da in ihrer Umgebung geschieht. Und sie nehmen das nicht einfach hin. Abend für Abend stellen sie grüne Lichter in ihre Fenster und signalisieren den Umherirrenden: Hier bekommst du Hilfe. Etwas zu Essen und einen heißen Tee. Eine Steckdose zum Aufladen deines Telefons und einen Schlafsack.
Auch in Deutschland solidarisieren sich viele Menschen mit den Notleidenden und signalisieren: Wir haben Platz! Lasst uns die Menschen aufnehmen. Am kommenden Sonntag, den 12. Dezember, wird es dazu einen bundesweiten Solidaritätsakt geben. An diesem Tag werden zahlreiche öffentliche Gebäude und Kirchen im grünen Licht erstrahlen. Auch in Heidelberg. Der Oberbürgermeister der Stadt unterstützt die Aktion, Heidelberg Marketing übernimmt die grüne Beleuchtung von Rathaus, Karlsplatz und Heiliggeistkirche. Auch viele Gemeinden beteiligen sich an der Aktion.
Wenn Sie die Aktion Grünes Licht für Aufnahme
unterstützen möchten, erleuchten Sie doch eines Ihrer Fenster mit einem grünen Licht. Bekleben Sie ein altes Marmeladeglas oder Ähnliches mit einem Stück grünem Transparentpapier, stellen Sie ein Teelicht hinein und signalisieren Sie Ihre Solidarität mit den Geflüchteten im Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus, die verzweifelt um Aufnahme in Europa bitten.
